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Virtuelle Kommunikation 

„In einem Off-Shoring Projekt (ausgelagerte Programmierung)  mit Programmierern in Indien und einer 
Projektleitung in Europa wurde beim Testdurchlauf an einem Modul ein Fehler bemerkt. Die Fehlerbeschreibung 
wurde zusammen mit ein paar Screenshots per Mail nach Indien geschickt. Die Antwortmail mit den Worten „No 
problem – we will fix it“ sortierte die Projektleitung als „Auftrag in Indien akzeptiert“ ein. Zwei Wochen später sollte 
ein weiterer Testdurchlauf direkt beim Kunden durchgeführt werden. Zwei Tage davor kam auf Anfrage der 
Projektleitung zum aktuellen Stand des Moduls die Antwort: „We have technical problems, we need to postpone it.“
Ein Telefonat mit dem verantwortlichen Gruppenleiter vor Ort brachte zu Tage, dass mit der Programmierung gar 
nicht begonnen worden war, das Problem war als unlösbar zur Seite gelegt worden.“ 
(Dorothea Herrmann, Knut Hüneke, Andrea Rohrberg, 2006, S. 195).

Zusammenarbeit auf Distanz, räumlich verteilt oder standortverteilt ist heute Alltag im Geschäftsleben global 
agierender Unternehmen. 
Telefon- oder Videokonferenzen, Email, Application Sharing, Voice-Mail sind nur einige Beispiele, die als zentrale 
Arbeitsmittel unabdingbar geworden sind. 

Unterschiedliches Verständnis von Vorgehensweisen,  Verlässlichkeit von Zusagen und Planungsdaten, 
sprachliches Ungleichgewicht, Arbeiten über verschiedene Zeitzonen hinweg, unterschiedliche Gestaltung von 
Abläufen, zeitnahe Rückkoppelung aber auch schon unterschiedliche Bedürfnisse in der Kommunikation sind nur 
einige Beispiele, die an eine mediengestützte Zusammenarbeit deutlich höhere Anforderungen stellen. 
Ausgleichende informelle und nonverbale Kommunikationsmöglichkeiten entfallen zusätzlich.

Ziele dieses Workshops sind:

•  Die Einflussfaktoren und deren Wirkung auf das räumlich verteilte Arbeitsumfeld kennen zu lernen und damit, 
•  die Sensibilität für diese Arbeitsbedingungen zu schärfen,
•  sowie praktisches und erfahrungsgestütztes „Handwerkszeug“ zu vermitteln, um standortverteilte interkulturelle 
   Kommunikation effizienter zu gestalten.

Der Workshop bietet:

•  Die Analyse erfolgskritischer Bereiche in der interkulturellen virtuellen Zusammenarbeit 
•  Das Kennen lernen offener und verdeckter Kulturdimensionen und
•  damit verbundenen Einflüsse auf die mediengestützte Kommunikation
•  sowie die Ableitung von möglichen Handlungsstrategien im Umgang mit
•  medieninduzierten Konflikten
•  unterschiedlichen Sprachkompetenzen
•  und unterschiedlichen Problemlösungsansätzen
•  sowie das Erkennen der Nutzung kulturbedingter, unterschiedlicher Potenziale

Organisatorische Rahmenbedingungen:

•   Für Fach- und Führungskräfte aus unterschiedlichen Unternehmensbereichen
•   Für ein Team, das bereits zusammenarbeitet
•   Für ein Team, das sich neu formiert
•   Für Teammitglieder, die im Projektfall zusammenarbeiten
•   6 – 12 Teilnehmer 
•   Kulturspezifisch oder kulturübergreifend
•   Dauer: 2 Tage
•   Sprache: Englisch oder Deutsch